Die Schultern nach hinten, die Füße übereinander und dann: runter! Nach 80 Metern nasser Rutschpartie folgt das große Zischen beim Eintauchen ins Wasser. „Und – welche Zeit?“, lautete dann
die Frage. Wer weniger als zwölf Sekunden in der „Black Hole“-Röhre brauchte, lag gut im Rennen. Das machte diesmal am Ende Raphael Worms aus Belm. Er darf sich jetzt Osnabrücker Rutschenmeister 2011 nennen.
Das Nettebad richtete am Samstag zum siebten Mal als Spaßprogramm den Ortsentscheid der „Niedersächsischen Rutschenmeisterschaft“ aus. Gesucht wurde der schnellste Wasserrutscher in dem kurvenreichen Tunnel. Der ist zwar nicht schwarz (Black Hole), sondern orange, gibt für den Flitzer darin aber nur auf wenigen Metern einen kurzen Ausblick durch die Kunststoffwand frei.
67 Leute hatten sich angemeldet, der Jüngste acht Jahre alt, der Älteste 45. Rutschenmeister wollen durchaus nicht nur Kinder und Jugendliche werden. „Das Alter war durchweg gemischt“, sagte Bademeister-Azubi Lara Osthues. Klein und leicht zu sein ist übrigens nicht der entscheidende Vorteil beim nassen Vergnügen. „Die Drei-Punkte-Technik macht’s“, erzählte Bademeisterin Andrea Eich. Das heißt? „Beide Schulterblätter
sollten beim Start auf der Rutsche liegen. Ein Fuß wird auf den anderen gelegt. Bis auf die Schultern und eine Ferse berührt der Körper die Rutsche nicht. Manche nehmen sogar Anlauf.“ Das klingt schon fast nach Einer-Bob.
Mit 22,22 Sekunden als Gesamtzeit aus zwei von drei Versuchen lag Raphael schließlich vorn. Auch die beste Einzelzeit verbuchte der 19-Jährige: 11,06 Sekunden. Jetzt darf er nach Wolfsburg, ins Badeland. Dort findet am
Wochenende 10./11. Dezember die Endausscheidung für ganz Niedersachsen statt. Zum Trip gehören Übernachtung und Frühstück im Sterne-Hotel. <br>
Für den zweiten und dritten Platz (Fabian Fröchtenicht, Carsten Bücken) gab’s Urkunden und Medaillen. Für alle
anderen auch eine Urkunde und noch ein bisschen Spaß fürs Nass: einen Wasserball.