Es wird immer schneller auf der 110 Meter langen Black-hole-Rutsche. Das ist das Fazit der 5. Nds. RutschMeisterschaft, die an diesem Wochenende im BadeLand Wolfsburg ausgetragen wurde. 28 Bäder hatten in diesem Jahr mitgemacht und ihren Sieger in das BadeLand geschickt. Am Ende waren 26 Teilnehmer aus insgesamt 3 Bundes-ländern (Niedersachsen, Hamburg, Bremen) am Start. Nach Training, Nudelparty, Startnummernziehung am Samstag und der anschließenden Übernachtung im Hotel Holiday Inn ging es am Sonntagmorgen um 11.00 Uhr los.
Bei der Vorstellung der Teilnehmer wurde klar, dass sich 12 Speedrutscher schon letztes Jahr qualifiziert hatten. 3 Sportler schafften bereits ihre 4 Teilnahme bei den Landesmeisterschaften. Im ersten Durchgang setzte Andreas Köhnke bereits ein Ausrufezeichen. Mit 14,27 Sekunden stellte er gleich eine Jahresbestzeit auf und verwies den Vorjahressieger Thorsten Sojka auf Platz zwei. Insgesamt schafften 7 Rutscher eine Zeit unter 15 Sekunden.
Erfreulich, dass der Wolfsburger Stadtmeister und Lokalmatador Detlef Ostermann mit einer Zeit von 14,94 Sekunden auf Platz 6 landete. Im zweiten Durchgang schafften dieses Kunststück insgesamt 8 Teilnehmer. Köhnke baute seine Führung auf komfortable 53/100 Sekunden aus. War das schon die Vorentscheidung um den Titel? Die besten 15 qualifizierten sich für die Durchgänge 3 und 4.
Und so musste man sich von der einzigen weiblichen Teilnehmerin Liliana Pfeiffer (Platz 17) ebenso verabschieden, wie vom jüngsten Teilnehmer, dem 15 jährigen Julius Schulz (Platz 23) und dem mit 57 Jahren ältesten Teilnehmer Jürgen Lentschke (Platz 26).
In den Finaldurchgängen wurden es dann richtig spannend und wieder richtig schnell (9 bzw. 7 unter 15 Sekunden), weil der bisher fünft Platzierte Frank Pfeiffer (Uslarer Badeland) jetzt so richtig loslegte. Zwei schnelle Durchgänge mit jeweils 14,59 Sekunden brachten ihm wie im Vorjahr den Bronzerang. Er konnte sich über einen großen Reisetrolley – gestiftet von der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg – freuen. Knapp auf Platz 4 musste sich Sven Tobergte (Nettebad Osnabrück) geschlagen geben. Für ihn gab es eine große AOK-Sporttasche mit vielen nützlichen Sportartikeln. Die beiden Führenden waren aber nicht mehr einzuholen. Thorsten Sojka aus Hamburg rutschte konstant gut und wurde letztlich von einem Rutscher geschlagen, der in Rutschkreisen bekannt, aber in Wolfsburg noch unbekannt war. Als Zweiter der Soltau-Therme Soltau war er nachgerückt und gewann mit 61/100 Sekunden den Titel. Aus der Händen der Wolfsburger Bürgermeisterin Hiltrud Jeworrek und der Sportausschussvorsitzenden Ursula Sandvoß erhielt er einen vom Skoda Centrum Wolfsburg gestifteten Hotelgutschein für das *****-Steigenberger Hotel Bad Reichenhall und einen großen Pokal. Automatisch hat er sich damit für 2010 qualifiziert. Auch der Zweite erhielt einen Hotelgutschein. Das Holiday Inn Wolfsburg stiftete ein Wochenende für zwei Personen im Kölner Holiday Inn Hotel Am Stadtpark.
So können wir ein positives Fazit ziehen. Viele zufriedene Gesichter, Fernsehvorbericht auf NDR 3, Rundfunk- und zahlreiche Fernsehberichte und mehr als 2.500 Gäste am Familiensonntag im BadeLand. Und eins merke man sich – den Titel in Wolfsburg zu holen ist schwer, aber noch schwerer ist die Titelverteidigung. Denn nunmehr haben 5 verschiedene Rutscher den Titel geholt. Auf ein Neues in 2010 – mit Bad Lauterberg, Rinteln und dem schleswig-holsteinischen Lauenburg (mit Ausnahmeregelung) haben sich 3 weitere Bäder bereits für eine Teilnahme entschlossen. |